Niedersächsische Kultusminister zu Gast in Peine

Minister Tonne (Mitte) im Gespräch mit Landrat Franz Einhaus (links) und Landtagsabgeordneten Matthias Möhle (rechts).

Der Niedersächsische Kultusminster Grant Hendrik Tonne (SPD) zu Gast in Peine. Auftakt seines Besuches war das Gespräch in der Wilhelmschule mit Schulleiter Herr Schwalenberg. In Beisein der Vertreter der Stadt und des Landkreises, Bürgermeister Klaus Saemann und Landrat Franz Einhaus als Schulträger, eröffnete sich die Möglichkeit mit den Entwicklungen, Problematiken und Forderungen der Schule an den Kultusminister heranzutreten. Eines der Themenschwerpunkte lag dabei auf die zunehmenden Sprachbarrieren zwischen Schülerinnen & Schülern und Lehrerinnen & Lehrern, aber auch zwischen Kolleginnen und Kollegen und den Eltern der Kinder. Minister Tonne berichtete an dieser Stelle über die Auswertung und mögliche Ausweitung des Projektes SPRINT, welche auch der Bodenstedt–Wilhelm-Schule zu Gute kommen soll. Sowohl Herr Schwalenberg als auch Landrat Einhaus betonten derweilen die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Schulträger, sowie der kommunalen Vernetzung, welche einen wichtigen Bestandteil in der täglichen Arbeit der Lehrkräfte darstellt. „Eines der größten Anliegen“, so Schwalenberg, sei „die individuelle Betrachtung einzelner Schulen, um mehr Freiräume zu schaffen“.

Im Anschluss an das circa einstündige Gespräch eröffnete eine erweiterte Diskussionsrunde im Egon-Bahr-Haus. Schulleiterinnen und Schulleiter jeweils einer Schulform des Landkreiss Peine wurden eingeladen, um ebenfalls ihre Anliegen vorzutragen. Schwerpunkte dieser Runde waren Digitalisierung, Schulsozialarbeit und die Besoldung von Grundschullehrerinnen und –lehrern. Die Schulleiterin der IGS Peine, Ulla Pleye, machte zu diesem Thema ihren Standpunkt deutlich: „Fangen Sie endlich an den Grundschullehrern A13 zu zahlen. “  Auch die Digitalisierung, im Sinne der Ausstattungen, aber auch des Kompetenzerwerbs, sei ausbaufähig. Darüber hinaus wünschen die Schulleitungen sich einvernehmlich feste Stellen für Schulsozialarbeiter für eine effiziente, langfristige Arbeit.

Der Minister konnte sich ein Bild über die Peiner Schullandschaft verschaffen und ganz gezielt auf Forderungen eingehen. Alles in allem bewertet der Landtagsabgeordnete Matthias Möhle (SPD), welcher den Besuch des Ministers initiierte, als durchweg positiv und stellt ein erneutes Treffen in den nächsten Jahren in Aussicht.